Umwelt
Die Umwelt – ein Anliegen der voestalpine Stahl
Da der Umweltschutz ein wichtiges Anliegen der voestalpine ist, wurde 1999 eine eigene Abteilung geschaffen, in der sich mehrere Experten tagein tagaus damit beschäftigen, wie man die Prozesse im Unternehmen so optimieren kann, dass die Umwelt so wenig wie nur irgend möglich belastet wird. Zusätzlich zu diesen zentralen Experten wurde ein dezentrales Personennetzwerk geschaffen, um in jedem Unternehmensbereich auf Ansprechpartner zur Kommunikation und Umsetzung der Maßnahmen zurückgreifen zu können.
Zur Ausnutzung des Optimierungspotentials erstellt das Team jährlich ein Umweltprogramm in dem konkrete Ziele und Maßnahmen (rund 100 pro Jahr) festgehalten werden und greift dabei im Bedarfsfall auf die Unterstützung der zentralen Rechtsabteilung zurück, die auf die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen achtet.
Einen Schritt voraus. Auch in Sachen Umwelt
Die voestalpine Stahl GmbH bekennt sich mit ihrer Umweltpolitik dazu, nicht nur die geforderten Mindeststandards zu erfüllen, sondern auch neue Akzente zu setzen. So ist es erklärtes Ziel des Unternehmens, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben, die Mensch und Umwelt durch den sparsamen Umgang mit Rohmaterialien und Energien so wenig wie möglich belasten. Das geschieht durch den sparsamen Umgang mit Rohmaterialien und Energien sowie durch Vermeidung/Reduzierung der von unseren Produktionsprozessen und Tätigkeiten ausgehenden Umweltauswirkungen. Die Verringerung der Umweltauswirkungen unter Einsatz der besten verfügbaren und wirtschaftlich vertretbaren Technik ist für uns genauso selbstverständlich wie die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen.
Kyoto, CO2 & CO. Mit dem Kyoto-Protokoll hat sich Österreich 1997 dazu verpflichtet, die CO2-Emissionen auf eine Menge zu reduzieren, die 13 % unter dem Niveau von 1990 liegt. Die voestalpine hat den Ausstoß an CO2-Emissionen pro Tonne Stahl seit 1980 bereits um 30 % reduziert.
Große Erfolge.Die Staubemissionen betragen heute nur noch 5 % der Menge von Anfang der 70er Jahre. Die SO2-Emissionen sind im gleichen Zeitraum auf 6 % der ursprünglichen Menge gesenkt worden. Diese Erfolge sind jedoch nur mit Hilfe umfassender Investitionen und laufenden Umweltschutzbetriebskosten möglich. So wurden seit 1985 alleine am Standort Linz rund 600 Millionen Euro in Umweltschutzanlagen investiert. Die jährlichen Betriebskosten dafür belaufen sich auf rund 150 Millionen Euro.
Dimensionen im Umweltschutz.
Luft. Linz ist heute eine der saubersten Industriestädte Europas. Die voestalpine hat wesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen. Seit 1990 wurde beispielsweise die Staubemission nahezu halbiert. Bis 2010 wird sie um weitere 50 % sinken – und das trotz einer Produktionssteigerung um 30 %.
Energie. Die konsequente Verwertung der anfallenden Hüttengase ist hauptverantwortlich für die Verbesserung des Energieverbrauchs. Zum Beispiel konnte der Anteil des verwertbaren Tiegelgases noch einmal erhöht werden, wodurch nahezu die gesamte Restenergie aus dem Stahlwerk genutzt werden kann.
Wasser/Abwasser. Die Wasserwirtschaft der voestalpine ist am Standort Linz als Durchlaufsystem konzipiert. Durch Wasserspiegelschwankungen und Vorbelastungen der Donau ergeben sich natürlich externe Einflüsse. Durch die Mehrfachnutzung des eingesetzten Wassers sowie die Optimierung der Kreisläufe und der Arbeitsabläufe konnte der spezifische Wasserverbrauch in den letzten Jahren stetig gesenkt werden.
Abfall.
Strahlung. Von der voestalpine Stahl werden keine radioaktiv kontaminierten Schrotte übernommen, auch wenn sie nur gering verstrahlt sind. Wir geben unseren Kunden die Garantie, dass sie ein "sauberes" Produkt erhalten. Alle Rohstoffe, die an unserem Standort verarbeitet werden, untersuchen wir mittels hochsensibler Messgeräte schon vor Anlieferung in unser Werk. Dadurch werden die Schrottlieferungen, die zu bemängeln sind und die wir an unsere Lieferanten zurückschicken, auf zirka fünf Fälle pro Jahr reduziert. Um wirklich jedes Risiko auszuschließen, untersuchen wir sämtliche Chargen des Zwischenprodukts Rohstahl auf Radioaktivität.
Lärm. Im Zuge der Umweltverträglichkeitsprüfung zum Projekt "Linz 2010" wurden die Schallemissionen auf dem Werksgelände der voestalpine kontingentiert. Dabei wurde das Werksgelände in 16 Teilbereiche untergliedert, die auch zukünftig als Basis für die Kontingentierung gelten. Diese festgelegten Obergrenzen für Lärmbelastungen sind sowohl im Interesse der Anrainer als auch im Interesse der voestalpine. Aus Sicht des Nachbarschaftsschutzes ist eine Begrenzung der Lärmemissionen unabhängig vom Ausbau am Standort Linz wichtig. Die Begrenzung wurde im Sinne der Immissionsneutralität festgelegt, wodurch sichergestellt wird, dass für die Anrainer keine zusätzlichen wahrnehmbaren Lärmbelästigungen auftreten. Und schließlich hat nun auch die voestalpine klar festgelegte Vorgaben zur Vermeidung von Lärmbelastungen bei zukünftigen Projekten.
Geruch. Viele Maßnahmen gegen Geruchsemissionen konnten in den letzten Jahren erfolgreich umgesetzt werden. Es gibt in Linz daher keine Geruchsbelästigungen mehr. Besonders im Bereich der Kokerei kam es zu wesentlichen Verbesserungen. Ebenso trugen die Stilllegung der Schlackenschäumanlage und die gesamte Erneuerung der Koksofenbatterien wesentlich zur Geruchsneutralisierung bei.
Transport. Der indirekte Einfluss, der durch Transporte auf unsere Umwelt entsteht, ist sehr schwierig zu erfassen. Die voestalpine versucht jedoch, auf Rohstoffe aus der näheren Umgebung zurückzugreifen. Aufgrund eingeschränkter Verfügbarkeit sind diese Bestrebungen jedoch nur bedingt umsetzbar. Es ist jedoch sowohl ein ökologisches, als auch ein ökonomisches Anliegen der voestalpine, verstärkt die Transportmittel Schiff und Bahn zu nutzen.