Umwelt
In der elektrolytischen Verzinkungsanlage wird kaltgewalztes, ungeglühtes Kaltbreitband mit Reinzink (Zn) oder mit Zink-Nickel (ZnNi) ein– oder beidseitig beschichtet. Bei der elektrolytischen metallischen Beschichtung wird ein fertiges, marktfähiges kaltgewalztes Band (bereits geglüht und dressiert) als Einsatzmaterial eingesetzt und in einem Kaltprozess verzinkt.
Vorbehandlung des Bandes
Die Vorbehandlung wird angewendet, um das Band zu reinigen und Öle und Fette von der Oberfläche zu entfernen. Die Entfettungslösungen werden im Kreislauf geführt und in Ölabscheidern gereinigt - nur ein kleiner Teil geht in die zentrale Abwasserreinigungsanlage der Linz AG.
Elektrolytisches Verzinken des Bandes
Bei den Entlüftungen der elektrolytischen Verzinkung und der Zinkelektrolytlösung treten ebenso wie bei der Vorbehandlung geringe Mengen an zink-, chrom-, und nickelhältigen Tröpfchen auf. Diese Emissionen werden jeweils abgesaugt und in einem Tröpfchenabscheider gereinigt. Da es sich bei der elektrolytischen Verzinkung um ein Nassverfahren handelt, ist nach dem Verzinken zum Entfernen der restlichen Beschichtungslösung eine mehrstufige Nachbehandlung erforderlich.
Nachbehandlung des Bandes
Die Nachbehandlung (Chromatierung und Phosphatierung) ist erforderlich um die Korrosionsbeständigkeit und Haftungseigenschaften für Lacke zu verbessern und erfolgt nach der elektrolytischen Verzinkung des Bandes.
Das verzinkte Band wird behandelt, indem es mit Arbeitslösungen (im Kreislauf geführt) besprüht und schließlich gespült, gegebenenfalls auch gebürstet beziehungsweise abgequetscht wird.
Die alte Lösung muss in der zentralen Abwasseraufbereitungsanlage als Abwasser behandelt werden, bevor sie gemeinsam mit dem Spülwasser über das Kanalsystem zur Kläranlage in Asten weitergeleitet wird.
Abfall
Die Schlämme aus der zentralen Wasseraufbereitungsanlage werden mit einer Filterpresse entwässert und auf behördlich genehmigten Deponien entsorgt. Anfallende Hydrauliköle werden in flexiblen Abständen erst dann gewechselt, wenn Überprüfungen eine zu mindere Qualität des Öles ergeben. Sämtliche Öle werden in der Hochofenanlage I stofflich verwertet.