Zusatzwissen

Warum Oberflächenveredelung

Eisen kommt in der Natur nur in Form von Oxiden oder Karbonaten vor. Unter atmosphärischen Bedingungen haben Eisen und Stahl das Bestreben, sich wieder in ihre oxidische Naturform umzuwandeln. Ein Vorgang, der als Korrosion oder als Rosten bekannt ist. Ziel der Oberflächenveredelung ist es, den Rost zu verhindern oder zumindest auf ein technisch vertretbares Ausmaß zu reduzieren. Dies kann durch Aufbringen von Barriereschichten, das sind Überzüge aus korrosionsresistenten Metallen oder Lacken, erfolgen, die den Kontakt der Stahloberfläche mit den korrosionsverursachenden Medien unterbinden. Bauteile weisen jedoch Schnittkanten, Bohrungen oder Stanzlöcher auf, wo Barriereschichten nur einen unzureichenden Korrosionsschutz bieten. Hier muss man Überzüge einsetzen, die neben der Barrierewirkung auch eine so genannte kathodische Schutzwirkung ermöglichen. Elektrochemisch unedlere Metalle als Eisen, wie Zink- oder Zinklegierungen, bieten diesen kathodischen Schutz durch die Ausbildung eines galvanischen Elements. Zink weist gegenüber Stahl eine um den Faktor 10 geringere Korrosionsgeschwindigkeit an der Atmosphäre auf. Zusätzlich bewirkt die Ausbildung einer Passivschicht an der Atmosphäre (Zinkpatina) eine Verringerung der Reaktivität.

Bei der Veredelung erfolgt darüber hinaus eine Wertsteigerung am Produkt Stahlband, da oberflächenveredeltes Material dem Kunden Kosten und Bearbeitungsschritte spart.

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