Umwelt
In den Feuerverzinkungsanlagen wird kaltgewalztes, ungeglühtes Kaltbreitband in einem kontinuierlichen Prozess gereinigt, geglüht, durch Tauchen in ein flüssiges Zinkbad verzinkt und schließlich passiviert (Oberflächenbehandlung und –konservierung).
Reinigung des Bandes
Nach einem mehrstufigen Reinigungsverfahren wird das Band mit Wasser gespült und getrocknet. Die Abwässer der Bandreinigung werden in einer Abwasserreinigungsanlage gesammelt und gereinigt. Nach einer automatischen Kontrolle der Grenzwerte werden die Abwässer in die Kläranlage in Asten geleitet.
Glühen des Bandes
Das gereinigte Band wird in Vorwärm- und Glühöfen geglüht. Durch die Verwendung von Erdgas als Reduktionsmittel und Low-NOx-Brennern werden die Emissionen minimiert. Zur Überwachung der NOx-Emissionen werden die Emissionsdaten der Feuerverzinkungsanlagen 3 und 4 zukünftig gemessen und online habstündlich an die Behörde übermittelt.
Kühlen des Bandes
Eine Schnellkühleinheit verringert die Bandtemperatur des geglühten Bandes durch Aufspritzen von Wasser. Das Kühlwasser zirkuliert in einem geschlossenen System und wird über einen Wärmetauscher gekühlt. Durch den Wärmetauscher fließt Donau-Wasser, das durch einen Kanal wieder in die Donau zurückgeführt wird.
Verzinken des Bandes
Das gereinigte, geglühte und abgekühlte Band läuft nun durch das Zinkbad. Dieses arbeitet in einem geschlossenen System und wird elektrisch beheizt, sodass hier keine relevanten Emissionen an die Umgebung abgegeben werden.
Passivieren des Bandes
Durch den Einsatz von Passivierungsmitteln treten in der Nachbehandlungszone bei Anwendung der Spritzpassivierung geringe Mengen an chrom- und nickelhältige Tröpfchen auf. Diese Emissionen werden lokal abgesaugt und in einem Tröpfchenabscheider gereinigt. Außerdem werden zukünftig im Sinne des Umweltschutzes vermehrt Cr(VI)-freie Passivierungsmittel eingesetzt. Die geringen Mengen an Chromatlösung werden einmal jährlich gewechselt und in eine werksinterne Abwasserreinigungsanlage geleitet und gereinigt.
Abfälle
Der anfallende Schrott wird zur Gänze im Stahlwerk wiederverwertet. Anfallende Hydrauliköle werden in flexiblen Abständen erst dann gewechselt, wenn Überprüfungen eine zu mindere Qualität des Öles ergeben. Sämtliche Öle werden in der Hochofenanlage I stofflich verwertet.