Umwelt
Die mit Hüttenkreislaufstoffen sowie Zuschlägen in den Mischbetten homogenisierten und anschließend mit Koksgrus versetzten Feinerze werden bei etwa 1.300°C zu einem porigen Sinterkuchen gesintert, gekühlt, gebrochen und über Förderbänder direkt zum Hochofen transportiert.
Staubemissionen
Nach dem Vermeidungs-Prinzip wird das Auftreten von Staubemissionen bereits bei der Rohstoffversorgung der Sinteranlage von vornherein auf ein Mindestmaß reduziert. So werden beispielsweise Rohstoffe mit Wasser befeuchtet oder zahlreiche Anlagenteile (wie Förderbänder und Übergabestellen) mit geschlossenen Gehäusen versehen um Staubemissionen zu vermeiden.
Sämtliche Emissionen, die direkt beim Sintervorgang entstehen, werden abgesaugt und in einer mehrstufigen, nassen Entstaubungs-Anlage abgeschieden. Diese "Airfine" genannte Anlage ist eine Neuentwicklung der voestalpine aus dem Jahre 1992, durch die es möglich ist, die Emissionen von Staub und Schwermetallen auf ein bis dahin in der Stahlindustrie unerreichtes Maß zu senken.
Der dabei durch Wasser aufgefangene Staub wird in einer zweistufigen Abwasserreinigungsanlage behandelt. Das Wasser wird vorgereinigt und danach in die Regionalkläranlage nach Asten weitergeleitet. Dort erfolgt die biologische Endreinigung.
Der anfallende gefilterte Schlamm enthält Stoffe, die mit Schlacke immobilisiert und durch externe Dienstleister ordnungsgerecht entsorgt werden.
Abgaseemissionen
Ein Teil der Prozessabgase beim Sinterband wird – durch die ebenfalls von der voestalpine entwickelte – selektive Abgasteilrückführung ("Eposint") in Filtern entstaubt und in den Sinterprozess zurückgeführt. Auf diese Weise wird zum Beispiel die Wärmeenergie der Abgase des Sinterkühlers (diese sind etwa 300 °C heiß) ausgenutzt.
Im Jahr 2005 wurde die Sinteranlage deutlich vergrößert. Durch die erwähnten Umweltschutzmaßnahmen ist es der voestalpine gelungen, die Emissionen (trotz einer Verlängerung des Sinterbandes) auf dem vorherigen Wert zu halten.
Am Kamin der Sinteranlage werden die Emissionsdaten der umweltrelevanten Schadstoffe ständig überwacht und gemessen. Nach jeder vergangenen halben Stunde werden die Emissionswerte an die lokale Linzer Umweltbehörde (Umwelt-Technik-Center Linz) online übermittelt. Die Behörde kann dadurch die Einhaltung der strengen Grenzwerte jederzeit überprüfen.
Zukunft
Im Oktober des Jahres 2007 wird in der Sinteranlage das "Airfine"-System abgelöst und eine vollkommen neue Abgasreinigungsanlage installiert. Die neue Anlage arbeitet im so genannten Trocken-Additiv-Verfahren und reduziert die Emissionen von Staub (um bis zu 80 %), Schwefeldioxid und anderen Schadstoffen erheblich.