Überblick
Die Umwandlung von Roheisen, dem Endprodukt aus dem Hochofenprozess, zu Rohstahl erfolgt in den Konvertern eines Stahlwerkes und den zugehörigen, vor- und nachgeschalteten Aggregaten. Das heute weltweit am häufigsten eingesetzte Verfahren zur Stahlerzeugung ist das LD- oder Sauerstoff-Aufblasverfahren. Dabei wird, wie im LD-Stahlwerk 3 der voestalpine in Linz, flüssiges Roheisen zusammen mit Schrott und diversen Zuschlägen durch Aufblasen von Sauerstoff bei einer Temperatur von rund 1.650 Grad Celsius zu Rohstahl verschmolzen. Wichtigstes Ziel dieses Prozesses ist die Entfernung unerwünschter Begleitelemente aus dem Roheisen. Die Feinjustierung der Materialeigenschaften erfolgt in der Sekundärmetallurgie des LD-Stahlwerk 3. Hier sind es vor allem die Pfannenöfen und die Vakuumanlagen, wo die Stahlqualität weiter verbessert und der flüssige Stahl für die Weiterverarbeitung optimiert wird.